WAZ Wetter - Ankündigung 6.3.2017

Sie kommen aus dem gesamten Kreis und spielen gemeinsam. Das Motto „Bube, Dame, König, As“ lässt dabei an Skat denken, doch gespielt werden Instrumente. Das Kreissinfonieorchester hat sein diesjähriges Programm unter das ungewöhnliche Motto gestellt. „Man glaubt gar nicht, was sich zu diesem Thema alles in der Orchesterliteratur aus den Bereichen Oper, Film und Konzerte finden lässt“, so die Macher. Besucher der Konzerte in Hattingen (Freitag, 10. März), Witten (Samstag, 11. März) und Gevelsberg (Sonntag, 12. März) dürfen also gespannt sein.

Kreis födert das Ensemble

„Der Ennepe-Ruhr-Kreis fördert das Orchester seit sieben Jahren. Es bietet jungen talentierten Nachwuchskünstlern eine musikalische Heimat und Bühne“, macht Landrat Olaf Schade deutlich. Höhepunkte des Zusammenspiels der rund sechzig Musiker aus allen Städten an Ennepe und Ruhr seien alljährlich die Konzerte. Besonderheit in diesem Jahr: Neben den Auftritten im Kreis reist das Orchester als musikalischer Botschafter nach Nettetal und spielt dort ein viertes Konzert. Möglich ist dies auch dank der Unterstützung durch die AVU, die das Projekt im Rahmen des Wettbewerbs um die EN-Krone im Bereich Kultur ausgezeichnet hat.

Workshop mit Symphonikern

Die Proben für die Auftritte sind weitgehend gelaufen. Die Dirigenten Gunnar Wirth, Bernd Wolf und Wolf-Dieter Schäfer sowie Konzertmeisterin Christiane Büscher hatten in den letzten Wochen in den Hattinger Gymnasien Holthausen und Waldstraße eine Vielzahl von Terminen angesetzt. „An erster Stelle stand dabei neben der Freude am gemeinsamen Musizieren das Ziel, sich die Orchesterwerke mit einem gewissen Anspruch zu erarbeiten und dem Publikum präsentieren zu können“, berichtet Peter Brand, Leiter der Hattinger Musikschule und einer der Väter des Orchesters. Letzte Feinheiten sollen insbesondere noch in einem Workshop mit Musikern der Bochumer Symphoniker erarbeitet werden.

2003 in Hattingen gegründet

Zusammen mit Schäfer und Wolf hatte Brand bereits 2003 eine Kooperation zwischen Musikschule und Gymnasien in Hattingen auf den Weg gebracht. Motiv seinerzeit: Die Einsicht: Engagierte junge und junggebliebene Musiker haben nur eine Chance auf groß besetzte Orchestermusik, wenn die Kräfte gebündelt werden. 2009 öffneten die Initiatoren mit Unterstützung des damaligen Landrates Dr. Arnim Brux das Orchester für Interessierte außerhalb der Hattinger Stadtgrenzen.

Die Idee, fortgeschrittenen und engagierten Musikern außerhalb ihrer Schule und Musikschule eine zusätzliche Möglichkeit zu bieten, sich und ihr Können zu präsentieren und zu verbessern, hat sich längst mehr als bewährt. „Das Kreissinfonieorchester bietet hervorragende Möglichkeiten, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Es stellt keine Konkurrenz zu den übrigen Orchestern dar. Es steht in der Mitte zwischen den Orchestern der Städte und des Landes“, zeigt sich Brand zufrieden.